Ich habe mir gerade mit meinem Bruder “District 9″ angeschaut und muss zugeben, ich hätte vorher nicht gedacht, dass wir danach den Film mehr als nur Filmtechnisch diskutieren.
Also was die CGI abelangt – einmalig. Noch nie habe ich so detailierte Animationen gesehen, die sich so homogen ins Bild einfügen. Vom Erzählstrang und der Kameraführung auch ein schöner Mix zwischen Dokumentation, “dabeisein” und – da merkt man dann doch den ursprünglichen Film “Halo” – Ego-Shooter-Perspektive.
Aber die eigentliche Frage, die sich bei mir nach dem Film stellt: Wer kommt aus diesem Film und macht sich Gedanken darüber, wer eigentlich menschlicher ist?
Eine Minderheit, die hier nicht “hergehört” – Aliens – sind solange tolleriert, so lange sie sich nur in ihrem zugewiesenes Gebiet aufhalten. Es wird kein Versuch unternommen, sie zu integrieren.
Aber irgendwann werden sie zur “Plage” – und man “greift” ein (sogar soweit, dass man es bereut, sie keiner Geburtenkontrolle unterzogen zu haben).
Diese “überspitzung”, dass ganze in einem Township spielen zu lassen, sollte doch jedem vernünftigem Zuschauer die Augen öffnen. Solange es in der Gesellschaft die Gedanken gibt, das andere minderwertig sind, wird es keine Chance geben, zusammen zu leben.
Für mich ist die Beziehung zwischen Charly und seinem Freund und dann zu seinem Sohn die reinste, menschlichste aller Verhaltensmuster in diesem Film.
Muss es denn erst soweit kommen, dass wir nur andere verstehen, wenn wir ungewollt Teil derer werden?!?!? Ich würde mir wünschen, dass es mehr Menschen gibt, die in diesem Film auch die Message sehen.
Ich würde gerne eure Kommentare zu diesem Film lesen ….
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